Rheumaknoten

Was sind Rheumaknoten

Als Rheumaknoten bezeichnet man Knoten, die sich unter der Haut befinden. Solche Knoten sind charakteristisch für eine Rheumatoide Arthritis, die auch chronische Polyarthritis genannt wird. Die Knoten sind Schwellungen, die sehr fest und meistens nicht druck- oder berührungsempfindlich sind. Sie liegen in der Fettschicht der Haut verborgen. Sie entstehen meistens im Verlauf der chronischen Polyarthritis an den Stellen, die höherer Druckbelastung ausgesetzt sind. Am häufigsten betroffen ist deswegen auch der Ellbogen. Rheumaknoten werden meist als Zeichen für einen schweren Krankheitsverlauf gewertet.
Bei rund 20-25 Prozent der rheumatoiden Arthritis Patienten treten auch Rheumaknoten auf. Die Größe ist variabel und hängt vom der Aktivität der Krankheit ab.

Warum entstehen Rheumaknoten?

Wie und warum Rheumaknoten entstehen ist unbekannt. Eine weit verbreitete Theorie ist jedoch, dass die Entstehung eines Rheumaknotens mit der Schädigung eines kleinen Gefäßes beginnt. In der Nähe des Gefäßschadens können sich Rheumafaktoren und weitere Immunkomplexe ablagern die langsam anwachsen und nekrotisches Gewebe sammelt sich an.
Mit dieser Theorie kann erklärt werden, warum Menschen mit Rheumafaktoren oft auch gleichzeitig an Gelenkentzündungen leiden und warum viele Rheumafaktoren vor allem in druckbelasteten Zonen zu finden sind.
Ein Knoten entsteht auch durch die unerwünschten Nebenwirkungen eines Medikaments, das bei der Therapie zur chronischen Polyarthritis angewandt wird.

Wo können Rheumaknoten auftreten?

Neben den Ellenbogen sind vor allem die Hände und die Füße gefährdet.
Das Auftreten eines Rheumaknotens behindert oft nicht nur die Beweglichkeit der Gelenke, sondern bereitet auch Schmerzen und hindert beim Zugreifen mit den Fingern, drückt im Schuh, behindern das Laufen oder führen zu Schmerzen beim Abstützen auf den Ellbogen.