Weichteilrheuma

Begriffliche Einteilung

Der Begriff Weichteilrheumatismus beschreibt eine Vielzahl an rheumatischen Erkrankungen. Beim Erkrankten verursachen sie Schmerzen in den Muskeln, Sehen, Muskelschläuchen, den Sehnenscheiden, den Muskel- und Sehnenansätzen sowie den Schleimbeuteln und im Unterhautbindegewebe.
Formen des Weichteilrheumatismus:

  • Lokal begrenzt: zum Beispiel der Tennisellbogen oder eine schmerzhafte Schultersteife.
  • Generalisiert: hier betrifft das Weichteil Rheuma den ganzen Körper.

In vielen Fällen kann man einen lokal begrenzten Weichteilrheumatismus gut behandeln und die Heilungschancen sind gut. Wie stark die Schmerzen sind variiert, manchmal können sie sehr stark sein, dann abnehmen und ganz verschwinden oder auch immer wiederkommen.

Symptome und mehr

Die Schmerzen beim Weichteil Rheuma können durch Entzündungen ausgelöst werden, wie zum Beispiel bei einer Muskelentzündung oder einer Gelenksentzündung. Weichteilrheuma zeigt sich oft in einer wulstigen Sehnenscheidenentzündung an der Handfläche oder auf dem Handrücken.
Allerdings liegt oft keine Entzündung vor, wie zum Beispiel bei einer Muskelerkrankung die vererbt werden kann, bei einseitigen Tätigkeiten, schlechter Körperhaltung, oder einer Muskelverspannungen nach Überbelastung. In diesen Fällen ist durch eine Überdehnung nicht selten ein kleiner Sehnenfaden gerissen. Dieser Riss im Sehnenfaden heilt mit Kalkablagerungen aus. Das Gewebe sieht den Kalk als Fremdkörper und reizt das Gewebe immer mehr und kann zu Schmerzen führen.
Die Symptome von Weichteilrheuma können auch bei anderen Erkrankungen als Begleiterscheinungen auftreten, dazu gehören zum Beispiel:

  • Schulterschmerzen bei Parkinson
  • Muskelschmerzen bei Osteoporose
  • Infektionserkrankungen
  • Depressionen

Das Problem bei Weichteil Rheuma ist, dass bei dieser Krankheit oft keine organische Ursache festzustellen ist. Nicht selten gelten Betroffene als “eingebildete Kranke”. Mittlerweile gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Symptome beim Weichteilrheuma durch eine besondere Schmerzverarbeitungsstörung im Gehirn ausgelöst werden können.

Weichteilrheuma kann mit nährstoffmedizinischen Erkenntnissen angegangen werden. Vitamin D3 als autoimmunreaktionssenkender Stoff oder Omega-3-Fettsäuren sind hilfreich. Ebenso helfen kann es, Ackerschachtelhalm- oder Brennnesselextrakte, sowie frische Kräuter und Gewürze oder Selen und Zink zur Entzündungssenkung zu verwenden.